Grand Nationals Luckau 2009

Grand Nationals Luckau, 3.-5.Juli 2009
Super Pro ET Challenge, Lauf 3:

Vor dem dritten und letzten Lauf der 2009er Challenge führte Gerd Habermann vor Norbert Schneider, und Dany Burger. Andre Müller folgte, dicht dahinter Ingo Ekert und Rene Ehrismann, der Vorjahressieger.
In Luckau standen 3 Qualiläufe an, daraus sollten 4 gemacht werden, da es am Samstag zügig lief… doch dann kam der Regen und während dem dritten Lauf der Klasse. Ende des Trainings nach 2 Durchgängen. Am Freitag war die Bahn noch sehr schlüpfrig, das änderte sich aber am Samstag. Immer noch trickreich kam sie aber langsam, die von allen herbeigesehnte Traktion. Nach 2 Trainingsläufen konnte sich Gerd Habermann an die Spitze des Feldes setzten (+0.021 Sek.), gefolgt von Andre Müller (+0.048 Sek.), Rene Ehrismann(+0.058 Sek.) und Norbert Schneider (+0.079 Sek.). Leider fiel der dritte Durchgang nach der Hälfte der Teilnehmer buchstäblich ins Wasser, da haben sich so manche nämlich richtig eingeschossen, das Qualifying wäre noch viel spannender geworden. Insgesamt (Pro ET eingeschlossen) ist das Training der Bracket Klassen schon ein kleiner Wettkampf für sich. Benni, der wie immer eine überaus kompetenten und kurzweiligen Job am Mikro machte brachte den zuschauern sehr gut näher was für eine Dynamik das Qualifying aufzuweisen hat. Andre Müller hatte zum Beispiel einen Run, der nur 0.040 Sek. über seinem Index Lag, mit einer RT von .002Sek. (wäre 100 Euro Wert gewesen wenn die Runde zu Ende gefahren worden wäre), oder Rene Ehrismann, der sich mit + 0.008 Sek. auf Platz 1 der Liste geschoben hätte oder Jutta Winter die mit + 0.028 Sek. auf Platz 3 gelandet wäre. Hätte wäre wenn, 4 Fahrer fehlten in der Session noch bevor es nass wurde, so was das alles hinfällig. Karl Heinz Kleider ist hier noch zu erwähnen. Er hat nach dem Motorschaden von Drachten alles wieder heile bekommen und setzte in Runde eins zu einem amtlichen Burnout an. Bei der 60 Fuß Marke dann ein dumpfer Knall und aus war es mit der Herrlichkeit. In der Ölwanne fand KH dann Stücke (und nicht zu kleine) der Kurbelwelle und anderes Schrapnell wieder. Schade für Ihn. Das ist die dritte Null in drei Supro ET Rennen. Karl Heinz, warte ab, 2010 wird dein Jahr.

Eliminations, Runde 1:
Runde eins. Zwölf Fahrer sind verblieben, darunter 11 FahrerInnen welche die Challenge bestreiten. Pascal Kohler vom Team Redline Motors im Onkelz T Bird verzichtete in seiner learning Season auf eine Teilnahme, da er nicht alle Rennen der Challenge bestritt. Kein schlechter Schnitt. Das ewige Duell kann man es bereits nennen. Runde eins und erneut Gerd Habermann vom DHL Team gegen Bert Gorselitz, dem Porsche Fahrer. Zweimal war Gerd Sieger, doch nun wurde der Spies umgedreht. Bert stand schon kurz nach dem Start in Runde 2, da Gerd ein -0.001 Sek. Rotlicht fuhr. Knapper geht das nicht mehr. Somit war der führende der Gesamtwertung aus dem Rennen. Pascal Kohler setzte sich überraschender Weise gegen den mittlerweile Supro ET erfahrenen Norbert Schneider durch. Pascal und Norbert reagierten nahezu identisch, Pascal lag mit +0.034 Sek. aber näher an seinem Index. Näher kam er ihm am gesamten WE nicht mehr. Somit ist auch der zweite der Gesamtwertung aus dem Spiel für dieses Jahr. Andre Müller und Ingo Ekert standen sich im nächsten Duell gegenüber. Ingo hatte nach Drachten Öl im Fahrerraum. Das kam wohl aus dem Getriebebereich. Neu abgedichtet gab es da aber keine Probleme. Andre hatte es da in der Runde zuvor (auch Drachten) schlimmer erwischt. Wir erinnern uns, im Finale gab sein Getriebe am Start kapital den Geist auf. Nachdem Dany Burger per Expresslieferung noch für die richtigen Teile gesorgt hat klappte es bei dem Potsdamer auf Anhieb wieder gut. Was passiert nun? Klar, die Rotlichtspiele zu Luckau gehen in die nächste Runde. Diesmal traf es Andre, den vierten der Gesamtwertung. -0.088 Sek. war sein Wert, zu früh ist zu früh, ab auf den Trailer. Ingo somit in Runde 2. Fränky Richter gegen Dany Burger im nächsten Lauf. Nein, kein Rotlicht, ein Breakout entschied dieses Rennen. Wer war zu schnell, wie viel und wieso? Danny Burger hatte es zu eilig und unterbot seinen 5.60 Sek. Index um satte 0.008 Sekunden. Das war es für den Dritten der Gesamtwertung. Favoritensterben in der Lausitz? Anders kann man es nicht beschreiben. Peter Ellguth im ex Maurischat Dragster gegen den Meister Ehrismann. Und auch hier das altbekannte Spiel, Rotlicht, diesmal für Rene, somit ist auch der sechstplazierte aus dem Rennen. Im letzten Duell gewann Jutta Winter gegen Schuby, der stand nicht richtig unter Strom, nachdem der Minuspol sich von seiner Batterie gelöst hat. Daraufhin drohte er Herrn I.P. Massageeinheiten an der Halsregion an, beruhigte sich aber zügig wieder. Jutta war noch auf der Suche nach Konstanz in ihren ET’s, schoss sich aber auch langsam ein.
Wir ziehen Bilanz, von den ersten sechs des Championats war nur noch Nummer 5 Mann Ekert im Rennen. Kann das noch was mit dem Titel werden? Die anderen liegen eingutes Stück in Führung, wir werden sehen.

Runde 2:
Pascal Kohler hatte es mit Bert Gorselitz zu tun. Bei einem Dial In verhältnis von 5.72 Sek. zu 5.38 Sek. zu Gunsten Pascals suchte Bert sein heil in der Flucht nach vorne, übertrieb dies aber und  baute ein -0.074 Sek. Rotlicht. Der Onkelz T Bird mit den original Band Autogrammen auf dem Heckspoiler stand somit schon im Finale, da er im Halbfinale einen Byerun haben wird (bedingt durch die 12 Fahrer im 16er Feld). Im nächsten Schlagabtausch traf Ingo Ekert auf Frank Richter. Ingo behielt die Oberhand mit knapp einem Zehntel über seinem 5.44er Index. Wer wird sein Gegner im Halbfinale? Jutta und Peter fahren dies untereinander aus. Peter stellte sich in der Rotlichtschlange als nächster an und so zog Jutta unbedrängt in das Halbfinale gegen Ingo ein.
Runde 3:
Pascal schaffte in seinem Byerun eine 5.51 auf seinen 5.40er Index. Nicht berauschend, aber wen juckt das schon wenn er das erste Mal im Finale steht. Ingo gegen Jutta, ein Duell das die Meisterschaft entscheidet. Zieht Ingo in das Finale ein (so stellte sich das für mich im Nachhinein heraus) dann kann man ihm den 2009er Titel nicht mehr nehmen. Schafft er es nicht ist er zweiter und Gerd Habermann ist der Meister. Jutta ist dichter an ihrem Index dran, das trotz eines am Start sich entfaltenden Bremsschirmes. Nur + 0.235 Sekunden über ihrem 5.55er Index kommt sie ins Ziel. Ingo Hingegen hatte arge Traktionsprobleme und lag + 0.385 über seinem 5.45er Index. An der Ampel hingegen nahm er Ihr über 0.200 Sek. ab, so dass er knapp vor Jutta im Ziel war. Dramatik pur.

Finale:
Pascal gegen Ingo. Was das Fahren knapp über dem Dial in angeht hier einer der besten Läufe. Aber nur fast. Ingo brach um 7/1000tel aus, das machte aber wenig aus, denn Pascal hatte durch die bessere RT das Rennen auch so gewonnen, wenn Ingo seinen Dial in perfekt getroffen hätte.

Gratulation an den Gewinner und den Runner up. Ingo konnte sich aber trotz des zweiten Platzes sehr freuen, sicherte er sich doch die 2009er Meisterschaft der Supro ET Challenge. Platz 2 der Gesamtwertung hält Gerd Habermann, gefolgt von Norbert Schneider, Andre Müller und Dany Burger. Rene Ehrismann belegt Platz 6, gefolgt von Peter Ellguth, Bert Gorselitz, Jutta Winter, Jürgen Schubert und Fran Richter. Olli Petzold, Karl Heinz Kleider und Pat Kaiser bilden die „roten Laternen“ (eine kleine Anspielung auf die vielen Rotlichter in den Elis der Klasse in diesem Jahr) der Meisterschaft.

So viel zu der Challenge 2009, drei Rennen, drei Sieger, ein Meister. Wir werden sehen wie sich das alles 2010 weiter entwickelt. 
Markus Münch