Berichte

Rennbericht NitrolympX 2010

Supro ET bei den NItros.
Ich bin sehr stolz darauf, dass wir mit der Klasse an den NItros teilnehmen können. Das Rennen bildet auch den Abschluss der Supro ET Challenge. Es kann noch viel im Gesamtpunktestand durcheinander gewirbelt werden.
Ich bin mitten drin, statt nur von der Strecke zu berichten. Ich wurde im Frühjahr gefragt ob ich die Klasse als Pit Marshal begleiten will, da sage ich doch gleich zu. Auch für mich eine neue Sicht auf die Dinge.Danke an dieser Stelle an SE Racer Familie Grigull und Moderator Benni Voss für das Bereitstellen von Ersatzfahrrädern, nach dem Plattfus meines "Pitbikes". Ich hätte mir sonst den Wolf und noch mehr gelaufen.
Das ist auch der Tatsache geschuldet, dass die Klasse Supro ET eine der beiden Klassen ist (nur bei den JD stehen sie noch weiter auseinander), welche über das gesamte Fahrerlager verteilt steht. Wenn man dann mit einer Info, oder zum einsammeln der Dial Ins unterwegs ist, braucht man ca. eine Stunde bis man alle Teams aufgesucht hat (es sind 26 an der Zahl). Da sind dann manche Informationen schon wieder veraltet bis man bei der Hälfte der Teams vorstellig wird. Es ist ein interessanter Job, man ist auf eine andere Art nahe am Geschehen, anders als an der Strecke zum Bilder machen.

 

Zum Renngeschehen: Es sind drei Qualiläufe, zwei am Freitag und einer am Samstag angesetzt, die Eliminations starten dann am Samstag nachmittag... (denkt man, aber es kommt anders als man denkt). Doch der Reihe nach.
Nach dem Dritten Qualilauf am Samstag Vormittag liegt Norbert Schneider mit 0.00 SeK. Abstand zu sienem Dial in auf Platz eins. Patrizia Kästner im Schumann Motorsport Corvetten Roadster mit 0.01 Sek. über ihrem Index auf Platz 2. Dahinter Gorselitz, Haas, Scheepers und Ekert.
Nicht in das Feld schaffen unter anderem Henning Blume, Jutta Winter, Karl Heinz Kleider Marc Henney und Rudi Füssel. Jutta Winter hat nach dem ersten Lauf einen kapitalen, auf dem Platz nicht zu reparierenden Motorschaden zu verzeichnen. Raus aus dem Rennen. Ebenfalls Pech hat Tom Winter, dem die Getriebewelle irreparabel abreist und der Motor noch einen Mitbekommt. Kein gutes Jahr für die Beiden. Da ist es nur tröstlich, das Sohn Sascha im Trabbi FC in der Klasse Pro ET die Familienfahnen hochhält. Henning Blume fehlt in seinem bildhübschen Mopar einfach noch etwas Leistung. Er fährt einen Stock Straßenmotor, der soll aber über Winter etwas gepimpt werden. Marc Henney hat kein Glück mit seinem Ethanol Guzzler. Der Gewinner des ersten Rennens konnte nicht auf die Konstanz bauen,  welche ihn sonst immer auszeichnet. Karl Heinz Kleider konnte sienem FC endlich die Sporen geben. 8.0 Sek. als Bestzeit des WE. Wenn es nach Kalle geht ist da noch lange nicht Schluss. 7er Zeiten sind für 2011 angeplant, das Fuelsystem seines Blown Methanol Motors ist nur rudimentär eingestellt, das feintuning kommt noch. Karl Heinz ist glücklich "das der Stuhl endlich geht". Drama in der Quali. 8.o Sek. ist sein erster Dial In. Da läuft der Kasten noch nicht so sauber. Beim dritten Lauf dann Dialt er 8.5 Sek. und fährt dann aber seine 8.0 Sek. die er im ersten Lauf gedialt hat. Nur so viel zu den Leiden der  Bracket Fahrer.

 

Schuby meldet sich am Renntag ab, er hat eine nicht 100% funktionierende Zündung, das Problem ist irgendwann gefunden, er zieht trotzdem zurück. Wenn das nicht alles gut läuft, dann lieber nicht antreten, so seine deviese. Das führte dazu, dass der Alternate Rick Garrett aus GB per Benni Voss auf der Zuschauertribühne ausgerufen wird um dann mit seinen Söhnen den Nissan Skyline Raceready zu machen. 
Fränky Richter von den Customizers East  fährt mit dem Blown Methanol Duster (ja, der mit den abartigen Drehzahlen, zumindest tuen sie in den Ohren weh...) mit neuer PB (argh, vergessen wie schnell die ist...) im Feld. Er tritt in Runde eins gegen Patrizia Kästner an. Die Hanauerin hat leichtes Spiel, da Fränky ein Rotlicht fährt und sich selbst auf den Hänger fährt. Das selbe Schicksal trifft Rick Garrett gegen Ingo Ekert. Er schießt sich selbst hinaus, was Ingo in Runde zwei auf Patrizia treffen lässt. Ingo kann noch Challenge Meister weden, da muss er dann aber die harte Nuss knacken. Alex Schmidli im Outlaw Twister gewinnt ebenfalls durch ein Rotlicht seines Gegners. Thomas Haas übertreibt es an der Ampel und der blitzsaubere weiße Plymouth Vaillant ist raus. Sein Gegner wird im Lauf Vogt gegen Burger ermittelt. Da gab es etwas Diskussion und Vogt gewinnt letztendlich nach zweimaliger Umentscheidung der Rennleitung. Für Danny Burger wird ein falscher Dial In in die Zeitnahme getippt. Da das Rennen nach der Runde eins abgebrochen wird spielt das keine große Rolle, wenn man noch genügend Zeit gehabt hätte wäre ein Rerun die Lösung gewesen.  Sascha Pretzsch setzt sich gegen den ebenfalls Rotlichtenden Patrick Dubois durch. Die nächste Paarung ist mit entscheidend für die Challenge. Nummer eins und zwei treffen sich. Gassner gegen Gorselitz. Robert Gassner kommt nicht richtig von der Ampel weg und tritt dann richtig auf den Pinsel. Das hat einen Breakout zur Folge und Bert ist in Runde zwei. somit hat er die Führung der Challenge übernommen. Ingo und auch Norbert Schneider können ihm noch gefährlich werden. Norbert Schneider muss in seinem Lauf gegen Pascal Kohler zwei mal nachstagen. Er rollt zweimal leicht aus dem Stage nach hinten heraus. Das macht ihn wohl etwas unkonzentriert, so dass er den Start etwas zu früh nimmt und durch Rotlicht ausscheidet. Also auch er raus um das Rennen der Challenge. Manuel Kreiter im 55er Belair ist auch zu früh an der Ampel und gibt somit den Weg für Jan Scheepers frei, der Mann der mit seinem Lachgas BIG Block astreine Freddy Fargerström Burnouts bis zur 1/8 Meile zieht.
So, das wäre noch spannend geworden, aber das Rennen wird am Sonntag um 16.20 Uhr von der Rennleitung abgebrochen, da es um 17.00 Uhr zu Ende sein muss und wieder Regen einsetzt.
Alles in Allem ein schönes und arbeitsreiches Wochenende für mich. Es hat spaß gemacht, dank der Lehrmeisterin Andrea Kloss (von welcher ich schon des öfteren in die Materie Rennablauf eingewiesen wurde) bin ich gut gerüstet. Ich gehe davon aus, dass die Hockenheim Zeitcrew bis 2011 die kleinen Bugs noch besser im Griff hat, an sonsten war es top. Ich hoffe auf eine Wiederholung der Klasse Super Pro ET im nächsten Jahr bei den 26.ten Nitros.
Markus Münch

Drachten 2 / 2010

Supro Et, Lauf drei, Drachten , 9.-11. Juli 2010

Diesesmal haben sich fünf Deutsche auf den Weg gemacht die Klasse Supro ET mit ihrer Teilnahme zu bereichern. Unter dem Strich sind es 13 Teilnehmer, welche die Drachten Quartermile unter die Slicks nehmen. Es ist gleichzeitig Fußball WM Finalwochenende, Deutschland qualifizierte sich für das Spiel um Platz drei, die Holländer für das Finale gegen Spanien. Spanien war im Fußball nicht zu schlagen, tritt aber im Dragracing noch nicht an, deswegen das Duell der Holländer und der Deutschen, gespickt mit Sandro Bellio aus Belgien. Beim ersten Drachten Rennen 2010 haben die Challenge Teilnehmer deutlich gemacht das sie mittlerweile wissen wie man "dialt" und konstant fährt. Haben sie doch ab dem Halbfinale keinem Holländer mehr die Chance auf Teilnahme eröffnet. Schauen wir ob sich das diesmal ändert.

In der Qualifikation liegt Alex Voorend mit seinem Mustang vorne.  Das ganze 0.003 Sek. über seinem 8,92 Sek. Dial In. Platz zwei belegt Mathijs Kraetzer im ehemals blauen, mittlerweile auf Oldschool  umgelackten Altred mit 0.009 Sek. über seinem 8.60 Sek. Dial In, gefolgt von Roel van der Hout im ex-Joosten Pro Mod Belair mit 0.017 Sek. über dem 8.39 Sek. Dial In. Die Deutschen liegen auf den Rängen 4 , der Porsche 924 des Teams GSK mit Fahrer Bert Gorselitz 0.020 Sek. über dem 8.92 Sek. Dial In. Ingo Ekert, der aktuelle Champion der Serie mit 0.021 Sek. über seinem 8.58 Sek. Dial In auf Rang 5. Andre Müller vom Dragrace Team Potsdam mit dem Olds Cutlas und seinem ersten Renneinsatz der Saison auf Rang 9 mit 0.042 Sek. über seinem 8.52 Sek. Dial In. Schuby belegt Rang 12 und Karl Heinz Kleider Rang 13. Wie man an den Abständen zu den Dial Ins sehen kann sind 2/3 des Feldes mittlerweile vertraut mit dem Prozedere, treffen die Zeiten sehr gut, das wird gerade in Hinblick auf die Nitrolympix ein Festival der Gefühle, wenn ein (hoffentlich doch) sehr großes Internationales Feld an Supro ET'lern sich um die Krone des Nitros bewirbt. Da freu ich mich drauf.

Eliminations: Die deutsche Delegation hat sich dezent zurückgehalten, den lokalen Akteuren die Oberhand gelassen, mal schauen wie sich das nun in den Rennläufen äußert.

Ganz klar kommt TQ Voorend durch einen Byerun in die nächste Runde. Ingo Ekert im Challenger hat es mit dem Pick Up von Jan Scheepers zu tun. Der Holländer macht es mit einem Holeshot. Ingo liegt nur 0.02 Sek. über sienem 8.5 Sek. Dial In, der Holländer hingegen fast 0.3 Sek. (was eine Welt ist). Ingo lässt dafür über 0.4 Sek. an der Ampel liegen, was unter dem Strich, wir erinnern uns : Laufzeit minus Dial In, das ganze dann zu der jeweiligen RT addiert und  die Werte beider Fahrer zueinander ins Verhältnis gesetzt, ergibt die "Margin of Win" (also der mit der kleineren Zahl gewinnt). Das Zahlenspiel ergibt hier ganz klar, das Jan 0.13 Sek. vor Ingo im Ziel ist. Da sieht man wieder, eine gute RT ist schon die halbe Miete. In der nächsten Paarung hat es Roel van den Hout mit Andre Müller zu tun. Wie schon erwähnt ist dies die erste Rennrunde für den Potsdamer. Er hat für die Elimination seinen Dial in  etwas nach unten gesetzt, von 8.52 Sek. auf 8.46 Sek. Sein Lauf ist dann eine 8.58 Sek. also liegt er 0.12 Sek. über seinem Dial In, Roel nur 0.088 Sek., was haben wir aber eben über die RT gelernt? Eben, die Bessere ist die halbe Miete, so hat Andre in gewohnter schnellstarter Manier mit einem Holeshot an der Ampel alles klar gemacht. Wilco Sijm im Altered macht es Schuby sehr leicht. Er fährt ein Rotlicht, so dass  Schuby trotz einem Breakout von einer halben Sekunde (das Rotlicht ist aber first, somit der BO irrelevant) in Runde zwei einzieht. Kraetzer gegen Bellio in der nächsten Paarung. Bellio bringt einen sauberen Lauf auf die Bahn, 0.077 Sek. über dem Dial In, lässt sich aber über eine Sekunde an der Ampel Zeit, somit ist er drausen. Bert Gorselitz macht im nächsten Lauf alles richtig. 1/1000 Sek. RT und 15/100 Sek. vom Dial In entfernt, so kommt man auch ohne Rotlicht des Gegners leicht in die nächste Runde. Sauber Worschd. Der Gegner ist hier übrigends Marck Harteveldt. Karl Heinz Kleider kann in seiner ersten Rennrunde nicht antreten und überlässt den Sieg kampflos John Gerritsen auf dem 55er Bel Air.

Runde zwei: Jan Scheepers ist auf der dunklen Seite der RT und somit Alex Voorend in Runde drei. Müller gegen Schuby ist als nächstes an der Reihe. Beide gut von der Ampel weg, doch Schuby diesmal sehr weit über seinem Index. Da fehlt ihm an diesem WE die Konstanz und Andre wieder mit einem sauberen Lauf (+0.092 Sek. über index) in Runde drei. Mathijs Kraetzer mit einem Byerun ebenfalls in die nächste Runde weiter. John Gerritsen macht mit einem Super Lauf alles gegen den diesmal Rotlicht fahrenden Bert Gorselitz alles klar um in Runde drei zu kommen. 0.005 Sek. RT und 0.016 Sek. über dem Dial In. Nahezu Perfekt.

Halbfinale: Das bedeutet das Andre Müller der letzte Mohikaner aus deutscher sicht in dieser Elimination ist. Er tritt an gegen Alex Voorend. Beide fahren ein Rotlicht und Andre kommt aber in das Finale. Gerritsen und Kraetzer fahren das andere Halbfinale aus. Ein sehr knappes Ding, welches der Altered Fahrer an der Ampel für sich entscheidet. Also sind Andre und Mathijs Kraetzer im Finale. Andre weiß dass es in dem Lauf eng zugehen wird und vielleicht fährt er deshalb erneut ein Rotlicht, wie schon im Halbfinale. Diesmal ist er der einzige und Kraetzer gewinnt das Rennen. Andre Müller erneut Runner up in Drachten, das gab es letztes Jahr schon beim Drachten 1 Rennen.

Die Niederländer haben nun ihre Revanche für Drachten 1. Wir werden sehen wie sich das auf den Punktestand der Challenge auswirkt, das kann aber duch meinen Urlaub bedingt noch ein paar Tage dauern, vor Hockenheim wird aber alles online stehen.

Danke und Grüße

Markus Münch .

 

Drachten 1 2010

Drachten Nationals 18.-20.Juni 2010, Super Pro ET Review

Update: Ich muss mich bei Mark Henney entschuldigen, er war Freitags in Drachten und hat einen Motorschaden erlitten, ist dann Samstags wieder in Richtung Heimat gefahren, als ich erst ankam, somit habe ich ihn verpasst. Ich wünsche dem Ethanol Guzzler Team alles Gute und das bis zu den Grand Nationals wieder alles im Lot ist.

Nun zum Renngeschehen:

Die Super Pro Et Challenge hat im Rahmen des Rennens ihren zweiten Wertungslauf der aktuellen Saison. 17 Nennungen zeigen, dass sich die Klasse bestens entwickelt, auch bei uns auf dem Festland. 8 Vertreter der Challenge mischten sich unter das Feld und es sollte ein spannendes Wochenende werden.

Überraschend ist auch Patrizia Kästner in dieser Klasse genannt. Sie fährt die Schumann Motorsport Roadster Corvette. Das hat sich alles spontan nach dem T&T in Bechyne so ergeben. Sie nimmt dieses Jahr aber nicht an der Challenge teil. In der Qualifikation belegte sie zwischenzeitlich den ersten Platz, während des letzten Qualilaufes am Sonntagvormittag hatte sie aber das Pech, die Corvette auf das nicht vorhandene Dach zu legen. Ihr ist nichts geschehen, etwas durchgeschüttelt ist sie, an Sonsten aber O.K. Die Corvette hat einen wohl nicht all zu schweren Schaden erlitten, wir werden da aber bei Udo Schumann, dem Besitzer, in den nächsten Tagen nachfragen.

Zum Renngeschehen. In der Qualifikation hat sich John Gerritsen aus den Niederlanden mit 1/1000 Sek. über Index den Top Qualifyer gesichert. Platz 2 mit 24/1000 Sek. über Index bereits Norbert Schneider. Das sonntägliche Geburtstagskind kann somit nahtlos an die guten Leistungen von 2009 anknüpfen. Nicht minder gut qualifiziert sich der 2009er "Challenger" Ingo Ekert, mit 26/1000 Über Index. Weitere Plätze der Challenge Teilnehmer: Platz 5, Bert Gorselitz mit 46/1000 Sek. über Index, Robert Gassner auf Platz 8 (132 /1000 Sek. über Index), Henning Blume Platz 10 (204 /1000 Sek. Über Index), Platz 11 Schuby, Platz 12 Pascal Kohler, und Platz 16 Karl Heinz Kleider.

Im Rennen dann folgende Geschehnisse. Runde eins:

Top Qualifyer Gerritsen setzt sich souverän gegen seinen Landsmann Alex Voorend durch. Im zweiten Lauf hat es der 924er Porsche von Gorselitz mit einem neuen und wunderschön aufgebauten Plymouth Superbird von Marc Harteveld zu tun. Der Niederländer fürchtete wohl die starke Konkurrenz und flüchtete sich in ein Rotlicht. Bert mit einem sauberen Lauf (72/1000 Sek über Index) in Runde zwei. Dann treffen zwei Challenge Teilnehmer aufeinander. Ingo Ekert gegen Schuby. Der Techauer Schubert hatte Probleme in den Lauf zu kommen und fuhr seinem Index chancenlos 0.5 Sek. hinterher, so dass Ingo in die nächste Runde einzog. Mathias Kraetzer mit dem schönen oldstyle Altered hatte leichtes Spiel gegen Sandro Bellio, der sein Bel Air Funnycar nach dem Burnout abstellen muss. Norbert Schneider trifft in der nächsten Paarung auf "Neuling" Henning Blume, der hier sein erstes Rennen bestreitet. Norbert hatte es zu eilig und leistete sich einen 33/1000 Sek. Breakout, was Henning Blume die zweite Runde ermöglicht. Wilko Sijm, ebenfalls ein schöner oldschool Altered hatte Pech, dass sich sein Schirm ab der 1/8 Meile bereits entfaltet und Beat Rechtenstein mit der Roadster Corvette in Runde zwei fährt. Pascal Kohler setzte sich mit guter ET und vor allem einem riesigen Holeshot gegen den Rouler (Roul von der Hout) im ehemaligen Henry Joosten Pro Mod Bel Air durch. In der letzten Paarung hat auch ein Neuling in dieser Klasse die Nase vorne. Karl Heinz Kleider konnte seine Splitwindow Corvette nicht an den Start bringen, so kam Robert Gassner mit einem anständigen Lauf ebenfalls in Runde 2.

So, ab in die nächste Runde. Der Hesse Bert Gorselitz steht gegen den Top Qualifyer an der Ampel. Dieser verabschiedet sich mit einem 5/1000 Sek. Rotlicht aus dem Wettbewerb. Bert hingegen hat über eine Sekunde zum reagieren gebraucht. Warum nur? Hat er „das Licht gesehen“? (den konnte ich mir zum 30 Jahrestag der Blues Brothers Premiere am Rennsonntag nicht verkneifen. Grüße an Kirsten und Arndt…). Weiter im Text. Ekert gegen Kraetzer. Auch hier versucht es der Holländer mit aller Macht kein Rotlicht zu fahren, es misslingt abermals, somit Ingo in der nächsten Runde. Der Niederländer hat aber auf der Strecke ebenfalls das nachsehen, somit ist der Rundengewinn 100% verdient. Rookie Henning Blume aus dem schönen Delmenhorst (man fragt sich immer noch ob er mit Sarah Connor in der Schule war) gegen den Schweizer Beat Rechtenstein. Henning macht es mit einem Holeshot. Er hat in der aktuellen Konfiguration das Ziel in die 8er zu fahren, hat dadurch ein Handicap seinen Dial In etwas optimistischer setzen zu müssen als er eigentlich fahren kann. Das wird sich aber im Laufe der Saison noch ändern. Mit einer 0.49Er RT hat Henning bis zum Ziel die Nase vorne. Pascal Kohler im Onkelz Thunderbird trifft gegen Super Gas Umsteiger Robert Gassner aus München Haar. Pfalz gegen Bayern, im Fußball keine große Liebe, wie es im Dragracing steht werden wir noch ausloten müssen. Auf jeden Fall kam Pascal schneller von der Ampel weg, 1/10 Sek. im Rücken reichten aber bei Problemen auf Höhe der 1/8 Meile zu schalten nicht aus um Robert Gassner zu schlagen. Somit stehen mit Gassner und Blume zwei Rookies im Halbfinale dieses 16er Feldes. Respekt.

Halbfinale: BANG!!! Wir sind im Geschäft, was für ein Lauf. Meister Ingo Ekert gegen Bert Gorselitz. Von den reinen Laufzeiten her hat Ingo das Rennen gemacht. Mit 4/1000Sek. zu 10/1000 Sek über Index ist das eine ganz feine und enge Bracket Racing Kiste. Hut ab, super gesetzte Dial In’s. So, was sagt die RT dazu? Das ist vielleicht manchmal so ne Spielverderberin. Beide waren nicht  berauschend, doch hatte Bert mit .246 Sek. eine Zehntel Vorsprung vor Ingos .393 Sek. Somit steht Bert Gorselitz das erste Mal in einem Super Pro ET Finale. Gratulation. Das zweite Halbfinale musste durch einen Rerrun entschieden werden. Die Zeitnahme hat da einen Fehler eingebaut, so dass Robert Gassners Sieg nicht zählte.  Auf ein Neues und ab ging die Luzie. Ein nicht ganz so begeisterndes ET Battle auf der Strecke, das spielt aber auch keine Geige, da Henning an der Ampel zu schnell war und mit einem Rotlicht das für ihn super Wochenende vorzeitig beendete. Er ist froh und glücklich wie es alles lief, darauf möchte er aufbauen und der Klasse treu bleiben.

Finale: Gassner gegen Gorselitz. Eine lauf der dem Halbfinale Bert gegen Ingo das Wasser reichen konnte. Bert mit 13/1000 Sek. am Index dran, Robert mit 37/1000 Sek. Robert legte eine RT von 15/1000 Sek. vor, zu dem Zeitpunkt hat sich Bert aber schon mit einem knappen Rotlicht den Runner Up Titel gesichert.

Gratulation nach München an Robert Gassner, Zweites Rennen in Supro ET und gleich in einem 16er Feld den Titel geholt. Er hat Probleme mit seinen neuen Goodjear Slicks, die hat er mit etwas härterer Flanke geordert und „hüpft“ seither von der Startlinie weg, was ihm etwas bedenken macht. Sein Spezl wollte ihm schon Hasenohren aufsetzen und den gelb schwarzen Lack mit einem Bugs Bunny Schriftzug verschönern, was solls, wer den Erfolg hat kann sich auch gerne so etwas anhören. Gratulation auch an Bert Gorselitz als zweiten, sowie die im Halbfinale ausgeschiedenen Ingo Ekert und Henning Blume (wie ihr seht waren die Holländer, Belgier und Schweizer zu diesem Zeitpunkt nicht mehr im Rennen vertreten).

Supro ET macht sich, es ist mir eine Freude euch fahren zu sehen. Hier haben sich wirklich einige Teams gefunden die gerne gegeneinander und miteinander fahren. Man wollte zum Beispiel am Samstagabend recht Kollektiv Norbert Schneider zu seinem (ich glaube 39sten…) Geburtstag gratulieren, leider fand man das Team nicht an, es war zu einem gemütlichen Abendessen nach Drachten aufgebrochen. So mussten wir unsere Glückwünsche am nächsten Morgen nach der Fahrerbesprechung nachholen.

Markus Münch

 

 

 

 

Grand Nationals Luckau 2009

Grand Nationals Luckau, 3.-5.Juli 2009
Super Pro ET Challenge, Lauf 3:

Vor dem dritten und letzten Lauf der 2009er Challenge führte Gerd Habermann vor Norbert Schneider, und Dany Burger. Andre Müller folgte, dicht dahinter Ingo Ekert und Rene Ehrismann, der Vorjahressieger.
In Luckau standen 3 Qualiläufe an, daraus sollten 4 gemacht werden, da es am Samstag zügig lief… doch dann kam der Regen und während dem dritten Lauf der Klasse. Ende des Trainings nach 2 Durchgängen. Am Freitag war die Bahn noch sehr schlüpfrig, das änderte sich aber am Samstag. Immer noch trickreich kam sie aber langsam, die von allen herbeigesehnte Traktion. Nach 2 Trainingsläufen konnte sich Gerd Habermann an die Spitze des Feldes setzten (+0.021 Sek.), gefolgt von Andre Müller (+0.048 Sek.), Rene Ehrismann(+0.058 Sek.) und Norbert Schneider (+0.079 Sek.). Leider fiel der dritte Durchgang nach der Hälfte der Teilnehmer buchstäblich ins Wasser, da haben sich so manche nämlich richtig eingeschossen, das Qualifying wäre noch viel spannender geworden. Insgesamt (Pro ET eingeschlossen) ist das Training der Bracket Klassen schon ein kleiner Wettkampf für sich. Benni, der wie immer eine überaus kompetenten und kurzweiligen Job am Mikro machte brachte den zuschauern sehr gut näher was für eine Dynamik das Qualifying aufzuweisen hat. Andre Müller hatte zum Beispiel einen Run, der nur 0.040 Sek. über seinem Index Lag, mit einer RT von .002Sek. (wäre 100 Euro Wert gewesen wenn die Runde zu Ende gefahren worden wäre), oder Rene Ehrismann, der sich mit + 0.008 Sek. auf Platz 1 der Liste geschoben hätte oder Jutta Winter die mit + 0.028 Sek. auf Platz 3 gelandet wäre. Hätte wäre wenn, 4 Fahrer fehlten in der Session noch bevor es nass wurde, so was das alles hinfällig. Karl Heinz Kleider ist hier noch zu erwähnen. Er hat nach dem Motorschaden von Drachten alles wieder heile bekommen und setzte in Runde eins zu einem amtlichen Burnout an. Bei der 60 Fuß Marke dann ein dumpfer Knall und aus war es mit der Herrlichkeit. In der Ölwanne fand KH dann Stücke (und nicht zu kleine) der Kurbelwelle und anderes Schrapnell wieder. Schade für Ihn. Das ist die dritte Null in drei Supro ET Rennen. Karl Heinz, warte ab, 2010 wird dein Jahr.

Eliminations, Runde 1:
Runde eins. Zwölf Fahrer sind verblieben, darunter 11 FahrerInnen welche die Challenge bestreiten. Pascal Kohler vom Team Redline Motors im Onkelz T Bird verzichtete in seiner learning Season auf eine Teilnahme, da er nicht alle Rennen der Challenge bestritt. Kein schlechter Schnitt. Das ewige Duell kann man es bereits nennen. Runde eins und erneut Gerd Habermann vom DHL Team gegen Bert Gorselitz, dem Porsche Fahrer. Zweimal war Gerd Sieger, doch nun wurde der Spies umgedreht. Bert stand schon kurz nach dem Start in Runde 2, da Gerd ein -0.001 Sek. Rotlicht fuhr. Knapper geht das nicht mehr. Somit war der führende der Gesamtwertung aus dem Rennen. Pascal Kohler setzte sich überraschender Weise gegen den mittlerweile Supro ET erfahrenen Norbert Schneider durch. Pascal und Norbert reagierten nahezu identisch, Pascal lag mit +0.034 Sek. aber näher an seinem Index. Näher kam er ihm am gesamten WE nicht mehr. Somit ist auch der zweite der Gesamtwertung aus dem Spiel für dieses Jahr. Andre Müller und Ingo Ekert standen sich im nächsten Duell gegenüber. Ingo hatte nach Drachten Öl im Fahrerraum. Das kam wohl aus dem Getriebebereich. Neu abgedichtet gab es da aber keine Probleme. Andre hatte es da in der Runde zuvor (auch Drachten) schlimmer erwischt. Wir erinnern uns, im Finale gab sein Getriebe am Start kapital den Geist auf. Nachdem Dany Burger per Expresslieferung noch für die richtigen Teile gesorgt hat klappte es bei dem Potsdamer auf Anhieb wieder gut. Was passiert nun? Klar, die Rotlichtspiele zu Luckau gehen in die nächste Runde. Diesmal traf es Andre, den vierten der Gesamtwertung. -0.088 Sek. war sein Wert, zu früh ist zu früh, ab auf den Trailer. Ingo somit in Runde 2. Fränky Richter gegen Dany Burger im nächsten Lauf. Nein, kein Rotlicht, ein Breakout entschied dieses Rennen. Wer war zu schnell, wie viel und wieso? Danny Burger hatte es zu eilig und unterbot seinen 5.60 Sek. Index um satte 0.008 Sekunden. Das war es für den Dritten der Gesamtwertung. Favoritensterben in der Lausitz? Anders kann man es nicht beschreiben. Peter Ellguth im ex Maurischat Dragster gegen den Meister Ehrismann. Und auch hier das altbekannte Spiel, Rotlicht, diesmal für Rene, somit ist auch der sechstplazierte aus dem Rennen. Im letzten Duell gewann Jutta Winter gegen Schuby, der stand nicht richtig unter Strom, nachdem der Minuspol sich von seiner Batterie gelöst hat. Daraufhin drohte er Herrn I.P. Massageeinheiten an der Halsregion an, beruhigte sich aber zügig wieder. Jutta war noch auf der Suche nach Konstanz in ihren ET’s, schoss sich aber auch langsam ein.
Wir ziehen Bilanz, von den ersten sechs des Championats war nur noch Nummer 5 Mann Ekert im Rennen. Kann das noch was mit dem Titel werden? Die anderen liegen eingutes Stück in Führung, wir werden sehen.

Runde 2:
Pascal Kohler hatte es mit Bert Gorselitz zu tun. Bei einem Dial In verhältnis von 5.72 Sek. zu 5.38 Sek. zu Gunsten Pascals suchte Bert sein heil in der Flucht nach vorne, übertrieb dies aber und  baute ein -0.074 Sek. Rotlicht. Der Onkelz T Bird mit den original Band Autogrammen auf dem Heckspoiler stand somit schon im Finale, da er im Halbfinale einen Byerun haben wird (bedingt durch die 12 Fahrer im 16er Feld). Im nächsten Schlagabtausch traf Ingo Ekert auf Frank Richter. Ingo behielt die Oberhand mit knapp einem Zehntel über seinem 5.44er Index. Wer wird sein Gegner im Halbfinale? Jutta und Peter fahren dies untereinander aus. Peter stellte sich in der Rotlichtschlange als nächster an und so zog Jutta unbedrängt in das Halbfinale gegen Ingo ein.
Runde 3:
Pascal schaffte in seinem Byerun eine 5.51 auf seinen 5.40er Index. Nicht berauschend, aber wen juckt das schon wenn er das erste Mal im Finale steht. Ingo gegen Jutta, ein Duell das die Meisterschaft entscheidet. Zieht Ingo in das Finale ein (so stellte sich das für mich im Nachhinein heraus) dann kann man ihm den 2009er Titel nicht mehr nehmen. Schafft er es nicht ist er zweiter und Gerd Habermann ist der Meister. Jutta ist dichter an ihrem Index dran, das trotz eines am Start sich entfaltenden Bremsschirmes. Nur + 0.235 Sekunden über ihrem 5.55er Index kommt sie ins Ziel. Ingo Hingegen hatte arge Traktionsprobleme und lag + 0.385 über seinem 5.45er Index. An der Ampel hingegen nahm er Ihr über 0.200 Sek. ab, so dass er knapp vor Jutta im Ziel war. Dramatik pur.

Finale:
Pascal gegen Ingo. Was das Fahren knapp über dem Dial in angeht hier einer der besten Läufe. Aber nur fast. Ingo brach um 7/1000tel aus, das machte aber wenig aus, denn Pascal hatte durch die bessere RT das Rennen auch so gewonnen, wenn Ingo seinen Dial in perfekt getroffen hätte.

Gratulation an den Gewinner und den Runner up. Ingo konnte sich aber trotz des zweiten Platzes sehr freuen, sicherte er sich doch die 2009er Meisterschaft der Supro ET Challenge. Platz 2 der Gesamtwertung hält Gerd Habermann, gefolgt von Norbert Schneider, Andre Müller und Dany Burger. Rene Ehrismann belegt Platz 6, gefolgt von Peter Ellguth, Bert Gorselitz, Jutta Winter, Jürgen Schubert und Fran Richter. Olli Petzold, Karl Heinz Kleider und Pat Kaiser bilden die „roten Laternen“ (eine kleine Anspielung auf die vielen Rotlichter in den Elis der Klasse in diesem Jahr) der Meisterschaft.

So viel zu der Challenge 2009, drei Rennen, drei Sieger, ein Meister. Wir werden sehen wie sich das alles 2010 weiter entwickelt. 
Markus Münch